13. Dezember

Santa Lucia Tag

Lucia (aus dem Lateinischen Lux = Licht) wurde im Jahre 286 in Sizilien geboren. Auch um ihr Leben und Sterben ranken sich viele Legenden, aber im Gegensatz zur heiligen Barbara geht man davon aus, dass sie wirklich gelebt hat.

Bis zur Gregorianischen Kalenderreform 1582 fiel der Festtag der heiligen Lucia, auf die Wintersonnwende, also auf den 25. Dezember. 

Weil der Lucientag somit - zumindest über Jahrhunderte - in der dunkelsten Nacht begangen wurde, verband man die Heiligengestalt mit vorchristlichen Dämonengestalten. Die damals grausige Lucia trat in verschiedenen Gestalten auf: als Lutzelfrau, Lussibrud, Lucienbraut, Pudelmutter, Butzenlutz, Lucka oder Lucia.

 Als hässliche Gestalt furchteinflössend, bedrohte sie schlampige Mägde und ungezogene Kinder. Wer nach dem abendlichen Angelus noch aus dem Haus ging, konnte ihr Opfer werden. Lügnern schnitt sie die Zunge ab. In der Luciennacht war es streng verboten, Brot zu backen, zu spinnen oder zu nähen. Wer es trotzdem tat, musste mit der Rache der grausamen Lucia rechnen.

Dies änderte sich aber im Laufe der Zeit und bis heute haben sich viele schöne Bräuche um sie gehalten.

Brauch

Heute wird sie als die, die das Licht trägt dargestellt, als Lichterbraut.


Die Schweden haben diese Erinnerung
aufgenommen. Die Luciennacht wird dort als Mittwinternacht gefeiert. Lucia ist zur lichtertragenden Gabenbringerin geworden. Das älteste Mädchen einer Familie tritt am Morgen des 13., dem Lucienmorgen, in einem langen weissen Kleid auf, den Kopf mit einem Kranz aus Preiselbeeren geschmückt, in den brennende Kerzen gesteckt sind.

Diese Lucia weckt alle Familienmitglieder und serviert ihnen das Frühstück ans Bett. In den Dörfern und Stadtteilen wird am Vorabend eine Lucienbraut gewählt. Dieser Brauch wurde in Schweden das erste Mal 1780 dokumentiert.

In anderen Ländern wurde Lucia zum "Nikolaus der Frauen". Brachte früher St. Nikolaus nur den Jungen Geschenke - bescherte Lucia eine Woche später (am 13. Dezember) die Mädchen.

In manchen Gegenden wurde Lucia zum Christkind mit dem Kerzenkranz auf dem Kopf.

Wie am 4. Dezember Barbarazweige schneidet man am 13. Dezember Kirschzweige als Lucienzweige.