15. Dezember

 

Der erste Schnee...

 

Jeden Morgen wenn ich aufwache werfe ich zuerst einen Blick aus dem Fenster ... immer mit dem gleichen Gedanken...

* * *  Ist der erste Dezember-Schnee gefallen???  * * *

Bis jetzt wurde ich leider jeden Tag enttäuscht... hm... aber vielleicht lässt er sich herbei reden oder herbei spielen... oder doch wenigstens herbei träumen?

Nun - einen Versuch ist es doch wert, oder?

Was wir wohl alle wissen ist, dass man als Schnee festen Niederschlag bezeichnet, der aus meist verzweigten kleinen Eiskristallen besteht. Diese fallen als Schnee zu Boden, wenn Fallgeschwindigkeit, Temperatur und Feuchte unterhalb der Wolke ein Schmelzen oder Verdampfen verhindern. Je tiefer die Temperatur unter null Grad Celsius in der Wolke, desto mehr Wassertröpfchen wandeln sich in Eis- und Schneeteilchen um. Dabei entstehen sehr verschiedene Formen von Schneekristallen.

Sie sind wunderschön anzusehen ... hier ein paar Mikro-Fotos ... lass Dir das nicht entgehen, sie sind wirklich zauberhaft:

Jede Schneeflocke ist ein Unikat, keines der sechsstrahligen Gebilde gleicht dem anderen. Grund für die unendlichen Variationen sind atmosphärische Einflüsse. Ein Meteorologe bezeichnete die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Flocken genau gleich sind, als ebenso klein wie die Chance, dass im Herbstlaub zwei absolut gleiche Blätter zu Boden fallen. Laut einem Schneeforscher ist die Zahl der Varianten so gross, dass es unmöglich ist, für die Entstehung der Schneeflocken ein vollständiges mathematisches Modell zu erstellen.


Was als filigranes Kunstwerk zur Erde nieder schwebt, ist ein Eisgebilde, das sich um ein Staubkorn in der Wolke gebildet hat. An den Kondensationskern lagert sich überschüssige Luftfeuchtigkeit an. Bei Temperaturen zwischen null und minus 40 Grad gruppieren sich immer mehr sechseckige Schneekristalle an den Kern an und bilden die Sterne, die unter dem Mikroskop an feinste Spitzenklöpplerarbeiten erinnern. 

Je nach den Umweltbedingungen nehmen die Schneekristalle verschiedene Formen an. Sie sind jedoch immer sechseckig, weil sich die Wassermoleküle im Winkel von 120 Grad anordnen. Der Formenreichtum reicht von einem sechsstrahligen Stern über sechseckige Eisplättchen bis zu dreidimensionalen Gebilden, die von den Fachleuten Prismen, Nadeln oder Säulchen genannt werden. 

Bei tiefen Temperaturen fällt trockener, feinkörniger Pulverschnee, feuchter und grossflockiger Schnee wird auch als Pappschnee bezeichnet. Bei kleinen Mengen undurchsichtiger Eiskörnchen von weniger als einem Millimeter Durchmesser spricht man von Schneegriesel. Durch Sonneneinstrahlung und Wiedergefrieren von älterem Schnee kommt es zur Verharschung und allmählich zum Firn. Da Schnee ein schlechter Wärmeleiter ist, schützt er den Boden darunter vor Auskühlung. 

In der Volkskunde wird die Herkunft des Schnees meist auf eine mythologische Gestalt wie Frau Holle oder in der nordischen Mythologie den Snaer zurückgeführt.

Schneit es jetzt??

Ja...

Na endlich ... es ist doch jedes Jahr wieder ein Erlebnis, wenn es das erste Mal schneit, nicht?

Ich jedenfalls freue mich wie ein kleines Kind und hoffe, Dir geht es ebenso!

Ich danke Dir recht herzlich, dass Du mich so unterstützt hast bei der Suche nach dem Schnee und wünsche Dir von Herzen, dass Du Zeit für einen schönen Spaziergang in der weissen Pracht findest!
Gerne möchte ich Dir noch folgende Worte mit geben:

 

Ich gestehe, dass kein Ereignis mich derart aufregt, wie der erste Schneefall in jedem Jahre. 
Wer das Geheimnis der bezauberten Schönheit der winterlichen Natur kennt, begreift, dass die ersten Flocken ein Signal sind... die Natur ist nie reiner als unter der Schneehülle...

K. Edschmid